Archiv des Autors: Georg Glasze

Vortragsvideo: Digitale Kartographien – Digitale Geographien (Prof. Dr. Georg Glasze im Collegium Alexandrinum)

Das Collegium Alexandrinum der FAU Erlangen-Nürnberg hat im Sommersemester 2017 eine Vortragsreihe zu „Kulturen der Digitalität“ organisiert. Drei der Vorträge sind jetzt als Videoaufzeichnung verfügbar – darunter auch ein Vortrag von Prof. Dr. Georg Glasze zu: „Digitale Kartographien – digitale Geographien. Wie verändert Digitalisierung, was wir über die Welt wissen und wie wir in der Welt agieren?„.

Digitale Geographien auf dem Deutschen Kongress für Geographie 29. September bis 3. Oktober in Tübingen

Netzwerktreffen Digitale Geographien

Das nächste Netzwerktreffen „Digitale Geographien“ findet während des Deutschen Kongresses für Geographie (DKG) 2017 in Tübingen statt. Wir treffen uns am Sonntag, 1. Oktober 2017, um 18.30 Uhr im Asien-Orient-Institut, Abteilung für Orient- und Islamwissenschaft, Wilhelmstraße 113, EG links, Übungsraum 1 (Anfahrt: Busse 1, 7, 21 ab Uni, Haltestelle Landhausstraße, andere Straßenseite, 2. Haus stadteinwärts). Interessierte sind gerne willkommen!

Aus dem Kontext des Netzwerks heraus wurden folgende Veranstaltungen auf dem Kongress organisiert:

Montag, 2. Oktober 8.30-10.00 Panel „Digitale Geographien erforschen“ mit Beiträgen von Christian Bittner, Rafael Hologa, Matthias Plennert und Peter Mandl – Moderation Tim Elrick und Michael Bauder.

Montag, 2. Oktober 13.45-15.15: Podiumsdiskussion „Digitale Geographien – Konzeption und Problematisierung einer neuen Teildisziplin“ (mit Inga Gryl, Pablo Abend, Paul Reuber, Christoph Schlieder, Harald Sterly und Julia Verne – Moderation Georg Glasze & Marc Boeckler)

Darüber hinaus diskutieren mehrere weitere Veranstaltungen inhaltliche, konzeptionelle und methodische Herausforderungen und Chancen der Digitalisierung für die Geographie. Kollegen aus den Geistes- und Kulturwissenschaften diskutieren bspw. am Dienstag, 3. Oktober über das Verhältnis von Geographie und den Digital Humanities.

Geodata-integration and -analytics: Seminar im MA Kulturgeographie im WS 17/18

Im Wintersemester 17/18 können wir im Rahmen der „Externen Expertise“ in der Erlanger Kulturgeographie ein Master-Seminar zur Geodaten-Integration und Analyse anbieten. Nähere Informationen zu Inhalten, Zielen und Ablauf finden Sie hier: MA Kulturgeographie FAU WS 17_18 externe expertise geodata analytics.

GeoDatenZentrum in der Erlanger Geographie – Eröffnung am Mi., den 17. Mai 2017

Im Kontext neuer sozio-technischer Praktiken im Web 2.0 entstehen immer mehr digitale Daten, die mit einer geographischen Referenz versehen sind (Geodaten). Die Verarbeitung und Nutzung dieser Geodaten hält Einzug in viele gesellschaftliche Bereiche (Kartographie, Navigation, location based services, „smart cities“, Geomarketing, Katastrophenhilfe, Naturschutz usw.) und transformiert, was wir über die Welt wissen und wie wir in der Welt agieren.

Vor diesem Hintergrund bauen wir am Institut für Geographie der FAU in Erlangen eine Datenbank auf, welche frei verfügbare Geodaten sammelt, aufbereitet und für Forschung und Lehre an der FAU vorhält. Die Eröffnung im Rahmen des kulturgeographischen Kolloquiums und der WebWeek Nürnberg hat Ziele und Möglichkeiten des Geodatenzentrums vorgestellt.

geodatenzentrum_logo

  • Georg Glasze (Institut für Geographie): Einführung – wozu ein Geodatenzentrum I?
  • Finn Dammann (Institut für Geographie): Praxis – was macht das Geodatenzentrum?
  • Konstantin Böhm (Ancud GmbH, Nürnberg): Förderung – wozu ein Geodatenzentrum II?
  • Christian Bittner (Institut für Geographie): Überblicksvortrag – sozial- und kulturgeographische Forschung mit und zu Geodaten

(Georg Glasze, Konstantin Böhm, Finn Dammann und Christian Bittner v.l.n.r.)

Weitere Informationen zum GeoDatenZentrum am Erlanger Institut für Geographie bei finn.dammann@fau.de

Befristete Promotionsstelle E13/2 Digitale Geographie/GeoWeb-Studien – Kulturgeographie Erlangen

An der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg ist am Institut für Geographie vorbehaltlich der endgültigen Stellenzuweisung die Stelle für einen/eine

 

Wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in (50% E13)
im Bereich der Kultur-/Sozialgeographie/Politischen Geographie

 

ab 1. April 2017 befristet für zunächst 12 Monate am Lehrstuhl für Kulturgeographie (AG Glasze) zu besetzen.

 

Das Aufgabengebiet umfasst die Vorbereitung eines Forschungsprojektes in einem der beiden aktuellen Arbeitsfelder der Arbeitsgruppe („Digitale Geographien/Geoweb-Studien“ bzw. „Identitäten – Räume – Politiken“ hier insbesondere mit Bezügen zur interdisziplinären Islam, Nahost- und/oder Migrationsforschung) bis zur Antragstellung. Bei erfolgreicher Antragstellung ist die Möglichkeit zur Weiterbeschäftigung und zur Promotion im Forschungsprojekt gegeben. Darüber hinaus wird der/die Stelleninhaber/in mit 2,5 SWS in die kultur-/sozialgeographische Lehre am Institut für Geographie in Erlangen eingebunden.

 

Wir erwarten:

  • Interesse an und grundlegende Kenntnisse der neueren konzeptionellen Ansätze der Kultur-/Sozialgeographie und der Politischen Geographie
  • einen sehr guten zur Promotion qualifizierenden Abschluss in (Human-/Kultur-) Geographie bzw. einer benachbarten Sozial- oder Kulturwissenschaft
  • gute Englischkenntnisse

 

Wir wünschen – je nach Schwerpunkt:

  • Kompetenzen im Umgang mit neueren Techniken der digitalen Geoinformation
  • Sprachkenntnisse in einer „Nahostsprache“ (bspw. Arabisch oder Türkisch) und/oder Französisch

 

Wir bieten:

  • die Integration in eine dynamische Arbeitsgruppe der Kulturgeographie
  • die Integration in interdisziplinäre Arbeitszusammenhänge an der FAU Erlangen-Nürnberg (je nach Schwerpunkt: Religions-, Nahost-, Migrations- und/oder Islamforschung bzw. Digitale Geistes- und Sozialwissenschaften).

 

Bewerbungen von Wissenschaftlerinnen werden ausdrücklich begrüßt.

 

Bewerbungen mit den üblichen Unterlagen, ggf. ein oder zwei Referenzen, einer Arbeitsprobe (Examensarbeit bzw. ggf. Publikation) und gegebenenfalls einer ersten Ideenskizze für ein Forschungsprojekt (max 400 Wörter), sind bis zum 15.01.2017 zu richten an: georg.glasze@fau.de

 

 

 

 

 

DeutschlandRadio Kultur – Schwerpunkt „Boom der Kartographie“ – August 2016

Das DeutschlandRadio-Kultur hat im August 2016 eine Reihe zum „Boom der Kartographie“ produziert, in dem u.a. unser Kollege vom IfL in Leipzig, Sebastian Lentz, berichtet, wie „Karten unsere Weltsicht verändern“ und in dem ich mit zwei Redakteuren diskutiere, wie sich Akteure und Praktiken von Kartographie und geographischer Information im digitalen Zeitalter verändern und welche Chancen und welche Risiken der Boom digitaler Geodaten birgt.

DLR Kultur Karto

„Datenflut“: Vortragsreihe der FAU in Amberg und Ansbach

Datenflut“ lautet das Thema der diesjährigen 37. Erlanger Universitätstage in Amberg. Die unglaublichen Mengen an Daten, die tagtäglich durch die weltweit voranschreitende Digitalisierung produziert werden, sind zu einer nur noch mit komplizierten Maschinen und Programmen zu beherrschenden Flut geworden. Wie der Einzelne und die Gesellschaft mit diesem Phänomen umgehen, welche Chancen und Risiken die Digitalisierung birgt, werden Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen der FAU an fünf jeweils aufeinanderfolgenden Dienstagen in Vorträgen erörtern.

Vortragsreihe Datenflut

Beginn ist jeweils um 19.30 Uhr, Einlass ab 19 Uhr. Der Eintritt ist frei. Die Vortragsreihe wird im Herbst 2016 in Ansbach fortgesetzt.

Die Vorträge im Überblick:

  • 16. Februar: In ihrem Vortrag mit dem Titel „,Außer Kontrolle und auch noch aus der Form‘: Zur Digitalisierung des Publikationswesens“ zeigt die Buchwissenschaftlerin Prof. Dr. Svenja Hagenhoff auf, inwieweit die Digitalisierung vor allem die äußere Form von Textträgern beeinflusst und das Publikationswesen grundlegend verändert.
  • 23. Februar: Der Kulturgeograph Prof. Dr. Georg Glasze wirft in seinem Vortrag „Wie Big (Spatial) Data und Crowdsourcing uns alle zu Kartographen machen – ob wir wollen oder nicht“ einen kritischen Blick auf die Herstellung und Nutzung von geographischen Daten durch Privatunternehmen, die beispielsweise durch die private Verwendung von modernen GPS-Navigationssystemen entstehen.
  • 1. März: Der Medizin-Informatiker Prof. Dr. Hans-Ulrich Prokosch beleuchtet in seinem Vortrag „Der vermessene Mensch: Wissen wir, was wir alles über uns preisgeben?“ die Möglichkeiten und Herausforderungen sowie die potentiellen Risiken im Umgang mit persönlichen Kranken- und Fitnessdaten, die wir mittels Fitness-Apps und digitalen Schrittzählern erheben.
  • 8. März: In seinem Vortrag „Algorithmen, Datenkraken und gläserne Bürger: Big Data als Herausforderung für die Gesellschaftsanalyse“ geht der Soziologe Dr. Sebastian Büttner allgemeinen Trends und Entwicklungen der Datenanalyse nach und weist dabei auf deren gesellschaftspolitische Auswirkungen hin.
  • 15. März: Der Informatiker Prof. Dr. Klaus Meyer-Wegener versucht in seinem Vortrag „Erstmal einfach alles speichern: Big Data als Aufgabe für die Informatik“ den Begriff „Big Data“ zu klären, um dann verschiedene Konzepte der Datenspeicherung und -auswertung zu diskutieren.

Weitere Informationen:

Barbara Gabel-Cunningham
Tel.: 09131/85-29361
barbara.gabel-cunningham@fau.de

Aus Politik und Zeitgeschichte (APUZ) Heft 41/42: Beitrag zu“Neue Kartographien, neue Geographien: Weltbilder im digitalen Zeitalter“

Die APUZ beschäftigt sich in ihrem Oktober 2015-Heft mit Weltbildern. In meinem Beitrag frage ich danach, welche Weltbilder im Kontext von Neo-Kartographien und Neo-Geographien entstehen. Leider orientiert sich die Redaktion eng an den Vorschlägen des Duden und war daher nicht vom „f“ in Geographie und Kartographie abzubringen ;-).

APUZ Weltbilder

Vorträge zur „Macht der Karten“ in Bayreuth und Essen – September 2015

Am 15. September habe ich im Rahmen des vom Auswärtigen Amt geförderten „Ukrainian-German-Polish moving seminar” der Geographie-Institute in Bayreuth und Lviv (Ukraine) einen Vortrag unter dem Titel „Producing geographies with geoinformation and cartographic (re-)presentations“ gehalten. Im Mittelpunkt des „moving seminar“ stand die Auseinandersetzung mit Grenzen und Territorialität – es ordnet sich damit auch hervorragend in den Schwerpunkt der Bamberg-Bayreuth-Erlangen-Kooperation der nordbayerischen Humangeographien ein. Ein Schwerpunkt des Vortrages lag daher auf der Produktion von Territorialität und Grenzen in Karten und Geoinformation (die Abbildung zeigt die unterchiedliche Darstellung der Halbinsel Krim in Google Maps – Google differenziert die Präsentation von Grenzen je nach Standort des abfragenden Rechners).

KrimIn dem Vortrag vor der Essener Geographisch-Geologischen Gesellschaft am 24. September standen in noch höherem Maße die Transformationen von Kartographie und Geoinformation im digitalen Zeitalter im Mittelpunkt.

Geoweb-Studien auf dem Deutschen Kongress für Geographie in Berlin

Auf dem Deutschen Kongress für Geographie widmen sich zahlreiche Vorträge und Fachsitzungen aus verschiedenen „geographischen“ Perspektiven Fragestellungen zu den Hintergründen und Konsequenzen der fortschreitenden Digitalisierung. Das Team der Erlanger Kulturgeographie ist beteiligt an folgenden Veranstaltungen:

  • Netzwerktreffen „Digitale Geographie“; Mi. 30. September; 13:30 bis 16:00 Uhr in der Dorotheenstr. 24, Berlin im Raum 1.308
  • Fachsitzung „Digitale Geoinformation und Gesellschaft“; Fr, 2. Okt;13:30 – 16:00; HG-2095A
  • Diskussionsforum: „Geographie machen im digitalen Zeitalter“; Fr., 2. Okt.; 16:30 – 19:00; HG-2014A

Geplanter Ablauf

16.30-16-40: Begrüßung (Georg Glasze & Benjamin Hennig)

16.40-16.50 Impulsvortrag Harald Sterly: Big Data in der Geographie – Analyse von Mobilfunkdaten im Entwicklungskontext

In einem Proof of Koncept wird gezeigt, dass Mobilkommunikationsdaten dazu genutzt können, um urbane Bevölkerungsverteilung besser abschätzen zu können.

16.50-17.00 Impulsvortrag Christian Bittner: Forschungspraktische Herausforderungen für kritische Geoweb-Studien

Der Vortrag diskutiert methodologische, methodische und forschungsethische Herausforderungen für kritische Geoweb-Studien.

17.00-17.10 Impulsvortrag Stefan Hennemann: Der Gordische Knoten in der Visualisierung geographischer Netzwerkdaten

Der Vortrag skizziert den Forschungsstand zur visuellen Exploration und kartographischen Präsentation geographischer Netzwerke.

17.10-17.20 Impulsvortrag Eric Losang: Do it yourself? Die Transgressivität kartographischen Wissens

In den vergangen 10 Jahren hat sich Darstellung geographischer Information stetig von den Grundsätzen der traditionellen Kartographie entfernt. Welche Position kann ihr im Umgang mit räumlicher Information zugeschrieben werden?

 17.20-17.40 Diskussion und Überleitung zweiter Teil

 17.40-17.50 Impulsvortrag Jörg Kosinski, Anne Herrmann, Sebastian Lentz, Jana Moser: Räume vermitteln über Vermittlungsräume?! Neue Ansätze für Wissenstransfer

Das Leibniz-Institut für Länderkunde entwickelt im Projekt „Neue Vermittlungsräume“ zusammen mit Geographischen Gesellschaften neue Möglichkeiten der Kooperation zwischen Wissenschaft und Praxis.

17.50-18.00 Impulsvortrag Tine Trumpp: Geographie und Öffentlichkeitsarbeit im digitalen Zeitalter

18.00-18.10 Impulsvortrag Marc Boeckler: Digitale Geographie und die Algorithmisierung von Gesellschaft

 18-15-19.00 Diskussionsrunde: Geographie machen im digitalen Zeitalter