Archiv der Kategorie: Veranstaltungen

Workshop „Regional conflicts and contested spatial identities in the digital sphere“

Am 3. Und 4. November hat bei uns in Erlangen der Workshop „Regional conflicts and contested spatial identities in the digital sphere“ stattgefunden. Die Veranstaltung war Teil des von der DFG finanzierten Forschungsprojektes „Exklusionen in volunteered geographic information (VGI): OpenStreetMap und WikiMapia in Israel/Palästina“ und befasste sich mit der Frage, inwiefern sich Identitätspolitiken durch die Verbreitung digitaler Medien verändern. Der internationale Workshop wurde in Kooperation mit Elad Segev (Universität Tel Aviv) organisiert. Die insgesamt zehn Beiträgen von TeilnehmerInnen aus Israel, Großbritannien, Frankreich und Deutschland griffen verschiedenste Themen auf, vom Einfluss von Computerspielen auf die Selbst- und Fremdwahrnehmung junger Menschen in Israel und Palästina bis hin zu AfD-nahen Netzwerken auf Twitter im Bundestagswahlkampf.

Veranstaltungsposter

Poster: Regional conflicts and contested spatial identities in the digital sphere

Geoweb-Studien auf dem Deutschen Kongress für Geographie in Tübingen (29.9. – 4.10.)

Auf dem diesjährigen „Deutschen Kongress für Geographie“ (DKG) in Tübingen, waren wir an verschiedenen Sitzungen beteiligt. Auf dem Treffen des Arbeitskreises Politische Geographie hielten Finn Dammann und Georg Glasze den Vortrag „Kartographie, Geoinformation und der souveräne Nationalstaat im 21. Jahrhundert“. Tim Elrick hat zusammen mit Michael Bauder die Fachsitzung „Digitale Geographien erforschen“ organisiert. Hier haben unter anderem Matthias Plennert („Der sozio-technische Hintergrund von social tagging in OpenStreetMap – eine digitale Archäologie“) und Christian Bittner („Geographische Voreingenommenheit und epistemologische Vielfalt von Wikimapia“) Vorträge zu ihren aktuellen Forschungen gehalten. Zudem hat Georg Glasze zusammen mit Marc Böckler eine stark nachgefragte Podiumsdiskussion organisiert mit dem Titel: „Digitale Geographien – Konzeption und Problematisierung einer neuen Teildisziplin“. Diskutanten waren Inga Gryl (Duisburg/Essen), Paul Reuber (Münster), Christoph Schlieder (Bamberg), Harald Sterly (Köln) und Pablo Abend (Köln).

Podiumsdiskussion: Digitale Geographie

Podiumsdiskussion: Digitale Geographien – Konzeption und Problematisierung einer neuen Teildisziplin

1. Workshop des Netzwerks „Digitale Geographie“ in Erlangen

Digitale Geoinformationen durchdringen unseren Alltag auf vielfältige Weise, sei es in Form von räumlich differenzierten Marketingstrategien, als Teil digitaler Infrastrukturen oder durch staatliche Überwachungspraktiken. Zudem sind längst die Allermeisten von uns zu kontinuierlichen ProduzentInnen von Geodaten geworden, auch wenn es uns nicht immer bewusst ist. Die komplexen sozio-technischen Herstellungsprozesse all dieser Daten bleiben dabei häufig im Verborgenen und werden unhinterfragt als so genannte black boxes hingenommen.

Vor diesem Hintergrund hat sich das Netzwerk „Digitale Geographie“ vom 18. bis zum 20. Februar 2016 am Institut für Geographie an der Universität Erlangen-Nürnberg zu einem Workshop getroffen, um aus einer gleichermaßen technisch wie sozialtheoretisch informierten Perspektive die Produktion digitaler Geodaten zu diskutieren. Die TeilnehmerInnen setzen sich aus GeographInnen, KartographInnen, InformatikerInnen und MedienwissenschaftlerInnen von 13 Standorten in Österreich und Deutschland zusammen. Das Programm bestand zu gleichen Teilen aus praktisch-methodischem Ausprobieren, inhaltlichen Vorträgen, sowie der Diskussion von konzeptionellen Lesetexten. Gäste von regionalen IT-Dienstleistern haben uns zudem dankenswerter Weise einen Einblick in datenbezogene Wirtschaftspraktiken vermitteln können.

Diskutiert wurden technische Aspekte, wie Störungen von GPS Signalen, Datenformaten und Austauschprotokollen, historische Wurzeln der big data-Debatte in der SoziaWorkshoplphysik oder der Quantitativen Revolution, sowie theoretische Fragen, etwa nach der Ontologie eines Datums oder nach dem Wesen von Klassifikationen und Standardisierungen.

Der Workshop knüpfte an die Veranstaltung „Digitale Geographie: Geodaten, Code und Gesellschaft“ in Erlangen im Frühjahr 2015 an. Der nächste Workshop des Netzwerks „Digitale Geographie“ wird vom 6. bis zum 8. Oktober von Till Straube (straube@geo.uni-frankfurt.de) am Institut für Humangeographie in Frankfurt/M. organisiert werden. Weitere Informationen zum Netzwerk gibt es online http://www.digitale-geographie.de/ sowie bei Dr. Tim Elrick (tim.elrick@fau.de).